- 1Gelaserte AcrylfrontDie gängigste Wahl
- 2Gegossene AcrylfrontEin Stück, ohne Klebefuge
- 33D-gedruckte FrontFertig in einem Auftrag
MINGDA AD-F4 · die Buchstabenfront
Nur die Zarge oder auch die Front? Drei Wege zum Profilbuchstaben mit dem AD-F4
Zum AD-F4 hören wir oft die Frage, ob er nur die Zarge oder auch die Front des Buchstabens druckt. Er kann beides, und der Buchstabe lässt sich auf drei Arten bauen. Die Zarge, also die Seitenwand, die dem Buchstaben seine Tiefe gibt, fertigt immer der Drucker. Unterschiedlich ist die Front: eine Acrylplatte, auf dem Laser geschnitten und aufgeklebt; Acrylharz, in die gedruckte Kontur gegossen und unter UV-Licht ausgehärtet; oder eine Front, die zusammen mit der Zarge gedruckt wird. Jede Methode ergibt eine andere Optik, erfordert andere Ausrüstung und eignet sich für andere Aufträge. Im Folgenden finden Sie die Arbeitsschritte jeder Methode, einen Vergleich und die Fragen, die uns Kunden vor einer Bestellung stellen.
Methode 1
Gelaserte Acrylfront
Die gängigste Wahl

Der AD-F4 druckt die Zarge aus lichtundurchlässigem AdPETG, sodass kein Licht durch die Wand scheint, und auf Wunsch auch die Rückseite des Buchstabens. Die Front wird aus derselben Vektordatei auf dem Laser aus opalem Acrylglas geschnitten und auf die Zarge geklebt. Das Ergebnis ist der klassische Profilbuchstabe, den Ihre Kunden bereits kennen, nur wird die Zarge nicht mehr von Hand gebogen. Die meisten Werbetechnikbetriebe wählen diese Methode, weil sie bereits einen Laser haben und mit Acryl umzugehen wissen: Der AD-F4 übernimmt den Teil, der die meiste Handarbeit erforderte.
Sie benötigen: den AD-F4 und einen Laser zum Schneiden der Acrylfront, dazu einen Klebstoff Ihrer Wahl.
Methode 2
Gegossene Acrylfront
Ein Stück, ohne Klebefuge

Der AD-F4 druckt die Kontur des Buchstabens ohne Boden auf seine Glasplatte. In die Kontur wird Acrylharz gegossen, und die Platte kommt mitsamt den Buchstaben in das MINGDA MD-C02, sodass nichts ausgerichtet werden muss. Die UV-Lampen unter dem Glas härten das Harz in etwa einer Stunde von unten aus. Anschließend wird der Buchstabe abgenommen und umgedreht: Die glatte Fläche, die sich am Glas gebildet hat, wird zur Front. Front und Zarge entstehen als ein Stück, ohne Klebefuge und ohne im Licht sichtbare Schichten.
Sie benötigen: den AD-F4, das UV-Aushärtegerät MD-C02 und das Acrylharz, das wir liefern.
Methode 3
3D-gedruckte Front
Fertig in einem Auftrag

Der AD-F4 druckt zuerst die Front flach auf die Glasplatte und baut im selben Auftrag die Zarge darauf auf. Der Buchstabe kommt fertig aus dem Drucker, ohne Schneiden, Kleben oder Gießen, und seine Vorderseite ist die glatte, am Glas gedruckte Seite. Bei einer weißen Front von 3 bis 5 mm Stärke verteilt sich das Licht der LEDs gleichmäßig, wie das Video zeigt; aus sehr kurzer Distanz können die Schichten leicht sichtbar sein. Dies ist auch die Methode für unbeleuchtete Buchstaben, bei denen die gedruckte Front einen Arbeitsschritt spart.
Sie benötigen: nur den AD-F4.
Ein Detail, das den Unterschied macht
Ein Rand in der Farbe der Front
Bei Buchstaben mit einer Front aus Acrylplatte oder aus gegossenem Harz empfehlen wir, die letzten Schichten der Zarge, also jene direkt an der Front, in der Farbe der Front zu drucken. Der AD-F4 wechselt das Filament selbstständig auf der in der Software eingestellten Höhe, sodass für den Bediener kein zusätzlicher Arbeitsschritt anfällt.

- Die Fuge fällt weniger auf. Ein weißer Rand an einer weißen Front macht den Übergang zwischen Zarge und Front unauffällig. Die weiße Linie wird zum Gestaltungselement, wie ein feiner Rahmen um die Front.
- Das Licht bleibt sauber. An der Wand wird das Licht der LEDs von der Zarge auf die Front reflektiert. Eine farbige Wand tönt den Rand der Front; eine Wand in der Farbe der Front hält ihn gleichmäßig.
- Bei einer gegossenen Front geht die Farbe der Zarge nicht in das Harz über. Das flüssige Harz liegt an der Wand an, bis es aushärtet, und kann ihre Farbe annehmen: Um den Rand der Front entsteht ein Streifen in der Farbe der Zarge, der auch bei unbeleuchtetem Buchstaben sichtbar ist.
Bei einer gegossenen Front müssen die Schichten in der Farbe der Front die gesamte Höhe des Harzes abdecken. Hier sind es die zuerst gedruckten Schichten, also jene auf dem Glas, die nach dem Umdrehen des Buchstabens vorn liegen.
Im direkten Vergleich
Die drei Methoden im Vergleich
Die Zarge fertigt immer der Drucker; die Front entscheidet über den Rest.
1Gelaserte Acrylfront
- Wann sinnvoll
- Die gängigste Wahl
- Was der AD-F4 druckt
- Die Zarge, bei Bedarf auch die Rückseite, aus lichtundurchlässigem AdPETG
- Material der Front
- Opales Acrylglas, aus derselben Datei gelasert
- Zusätzliche Ausrüstung
- Ein Laser für die Front, dazu Klebstoff
- Nach dem Druck
- Front schneiden und aufkleben
- Mit LEDs beleuchtet
- Ja, mit gleichmäßigem Licht
2Gegossene Acrylfront
- Wann sinnvoll
- Für eine Front aus einem Stück ohne Klebefuge
- Was der AD-F4 druckt
- Die Kontur ohne Boden, die das Harz aufnimmt
- Material der Front
- Acrylharz, unter UV-Licht ausgehärtet
- Zusätzliche Ausrüstung
- Das UV-Aushärtegerät MD-C02 und das Harz
- Nach dem Druck
- Gießen, aushärten (ca. 1 Stunde), umdrehen
- Mit LEDs beleuchtet
- Ja, ohne Fuge zwischen Front und Zarge
33D-gedruckte Front
- Wann sinnvoll
- Wenn der Buchstabe in einem Auftrag entstehen soll
- Was der AD-F4 druckt
- Front und Zarge im selben Auftrag
- Material der Front
- AdPETG; 3–5 mm für Leuchtbuchstaben
- Zusätzliche Ausrüstung
- Keine
- Nach dem Druck
- Nichts: Der Buchstabe ist fertig
- Mit LEDs beleuchtet
- Ja, mit 3–5 mm Front; Schichten aus der Nähe leicht sichtbar
Vor Ihrer Bestellung
Häufige Fragen zur Buchstabenfront
1Druckt der AD-F4 nur die Zarge oder auch die Front?
Beides. Er druckt immer die Zarge, also die Seitenwand des Buchstabens, und kann zusätzlich Front und Rückseite drucken. Ob die Front gedruckt oder aus Acryl gefertigt wird, entscheiden Sie: Die drei Methoden auf dieser Seite zeigen, wie es geht.
2Lässt sich eine 3D-gedruckte Front beleuchten?
Ja. Eine weiße gedruckte Front von 3 bis 5 mm Stärke verteilt das Licht der LEDs gleichmäßig, wie das Video auf dieser Seite zeigt. Da die Front schichtweise aufgebaut wird, können die Schichten aus sehr kurzer Distanz leicht sichtbar sein. Wenn die Front auch aus der Nähe vollkommen gleichmäßig wirken muss, wählen Sie eine gelaserte oder gegossene Acrylfront.
3Brauche ich für gegossene Fronten das MD-C02?
Ja. Das Harz wird mit UV-Licht ausgehärtet, und das MD-C02 härtet es gleichmäßig auf der gesamten 1200 × 800 mm großen Platte des AD-F4 aus: Die Platte kommt mitsamt den Buchstaben hinein, und die Lampen unter dem Glas härten das Harz in etwa einer Stunde von unten aus.
4Welche Methode wird am häufigsten genutzt?
Die gelaserte Acrylfront. Die meisten Werbetechnikbetriebe haben bereits einen Laser und kennen sich mit Acryl aus, daher ersetzt der AD-F4 nur die Zarge, die sie bisher von Hand gefertigt haben. Gegossene und gedruckte Fronten sparen das Schneiden und Kleben.
5Kann der AD-F4 die Rückseite des Buchstabens drucken?
Ja. Die Rückseite lässt sich aus lichtundurchlässigem AdPETG drucken, sodass der Buchstabe mit einer gedruckten Rückseite geschlossen wird statt mit einer aus Plattenmaterial geschnittenen.
6Muss ich die Buchstaben in 3D modellieren?
Nein. Sie öffnen die Vektordatei (.dxf oder .svg) in MINGDA SignMaker, das den 3D-Buchstaben aus der Kontur oder der Schrift erzeugt. Mit derselben Vektordatei wird die Acrylfront auf dem Laser geschnitten.
7Warum kann um eine gegossene Front ein farbiger Streifen entstehen?
Weil das flüssige Harz an der farbigen Zarge anliegt, bis es aushärtet, und an der Wand ihre Farbe annehmen kann. Werden die Schichten direkt an der Front über die gesamte Höhe des Harzes in der Farbe der Front gedruckt, lässt sich das vermeiden: siehe den Abschnitt zum Rand in der Farbe der Front.
Wie viel Filament braucht ein Buchstabe?
Wir haben einen realen Auftrag auf dem AD-F4 gefilmt und die Slicer-Daten veröffentlicht. Sehen Sie, was ein 50-cm-Buchstabe benötigt, und berechnen Sie Ihren eigenen Text.
